für die akten

May 21, 2006

"Es war im Jahre 2006…Cory Doctorow verlinkte plötzlich Sachen, die man selbst schon kannte, und zwar schon lange. Man wollte förmlich DUPE! DUPE! schreien. Aber es war zu spät. Bye-bye boingboing, es war schön mit euch."

Oh my god, they killed Slobo!

March 11, 2006

Die eurokratischen UN-Behörden zeigen mal wieder ihre Handlungsunfähigkeit – sie können nicht mal einen, der als Massenmörder angeklagt ist durch den Prozess bringen, ohne dass er abkratzt. Verdammt gute Arbeit.

Songbird: der furzende Spatz, Teil I

March 2, 2006

Ich war voller Erwartung, als Songbird angekündigt wurde. Das aus ehemaligen WinAmp-Entwicklern bestehende Team versprach uns eine funktionale Alternative – manche sagten, eine Kopie – von iTunes, inklusive iPod-Syncronisierung. Na, schlimmer als iTunes kann es nicht werden, dachte ich mir; man müsste sich schon unglaublich anstrengen, um eine Software zu Stande zubringen, die iTunes (unter Windows wie unter MacOS) an Trägheit überbietet. Ich war zu blauäugig. Die Pioniere des Zwangsläufigen haben sich richtig angestrengt. Herausgekommen ist ein galvanisiertes Etwas mit Leichenteilen aus WinAmp-Erweiterungen, Mozilla und anderen herumstreunenden Open-Source-Projekten.

Was an Songbird von Anfang an besonders interessant war: jemand (die Zwangsläufigen Frankenstein-Doktors) hat die entsprechende Domain registriert, ein Paar “Screenshots” (wohl eher Konzept-Mockups) gepostet, digg.com, slashdot.org und Konsorten informiert. Und schon entbrannte in den Comments eine rege “Diskussion” über ein nichtsexistierendes Produkt – sagte jemand eben Apple-Faktor? Ende des Jahres wurde eine Preview-Version angekündigt, die nach den Feiertagen erscheinen sollte. Mit ziemlicher Verspätung ist Songbird, stolze Versionsnummer 0.1 am 8. Februar 2006 erschienen.

Meine Meinung nach hätte dieses XUL-Monster ruhig noch einige Monate Brutzeit vertragen können. Songbird 0.1 hat in meinem “Praxistest” versagt – die Paar Hundert mp3-Dateien, die indiziert und zu einer Bibliothek zusammengefasst werden sollten, wurden nicht richtig interpretiert, das heißt, ID-Tags wurden einfach nicht berücksichtigt. Das Interface war noch träger als bei iTunes; das Betätigen des Lautstärkereglers von Songbird hatte seltsame Klangaussetzer zur Folge usw. Dafür konnte ich mit dem prächtigen integrierten Mozilla-Browser SpOn ansurfen! Respekt! Zu dem RAM-Verbrauch will ich vorerst nichts sagen, sonst müsste man ausm armen Songbird ja eine Suppe machen; es handelt sich ja um eine – huhu – Pre-View-Version.

Zum Glück muss der User im Zeitalter von Web-2.0-BETA-Community-Preview-Software die Software NOCH nicht selbst schreiben. Vorstellbar wäre es. Hier haben wir einen Preview-Proof-of-Concept-Alpha-Entwurf; unser Geschäftsmodell: die User schreiben unsere Software – empowering user participation experience – und wir sind der Ansprechpartner für Investmentfirmen! Toll, oder? Wer macht mit?

Bush in India

March 2, 2006

George: Do you have blacks, too?
Manmohan: …
George: Oh, I see, you guys just LOOK LIKE blacks!

Irving

March 1, 2006

Es ist sehr ironisch, dass der zweifelhafte Historiker David Irving gerade in Österreich verknackt wurde, dem Land, wo im Vergleich zu Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg kaum eine Entnazifizierung stattgefunden hat; in einem Land, welches die Schuld für die Verbrechen der Nationalsozialisten am Liebsten ganz auf Deutschland geschoben hätte; in einem Land, welches seine Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg systematisch verleugnet; in einem Land, wo die Politiker noch Aussagen treffen können, von denen die in Bayern nicht einmal zu träumen wagen.

Irving als Personifizierung der österreichischen Schuld, als Opfertier – als Märtyrer für die Rechten. Genau deshalb wird dieses Urteil nichts Gutes bewirken.

Liebe Mac-User, wir würden euch gerne die Screenshots vom neuesten OS X zeigen.

February 16, 2006

Ein Anschlag auf Gerüchtejunkies: in einem Archiv mit angeblichen Screenshots des kommenden Mac OS X 10.5 verbirgt sich scheinbar ein Wurm. “Einige User haben das getarnte Programm offenbar nach Angabe ihres Admin-Passwortes ausgeführt: es dubliziert [sic!] sich selbst, verbreitet sich über die OS X-Suchmaschine Spotlight auf dem Rechner, versucht sich per iChat zu versenden und injeziert Code in die nächsten vier aufgerufenen Anwendung.”

Soviel zum Thema Sicherheitsbewusstsein der Mac-User. Um das Neueste vom Onkel Steve zu sehen würden die sogar einem Fremden ihr Admin-Passwort verraten. Im Grunde befinden sich Mac-User eher in einer prekären Sicherheitslage als Windows-User: die letzteren wissen zumindest um ihre Verwundbarkeit.

Well now, ice cream man, upon my street

February 7, 2006

Ein Eiscreme-Verkäufer ist in Großbritannien zur Ableistung von 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Er hatte aus seinem Eiswagen heraus nicht nur Gekühltes, sondern auch Raubkopien verkauft, wie der britische Unterhaltungs- und Spieleherstellerverband ELSPA mitteilte.

I heard your truck outside, it’s really neat.

The Rydel syndrome

February 6, 2006

in Teheran wurde die Botschaft Österreichs angegriffen. Die Demonstranten zündeten dabei eine deutsche Fahne an.”

Yurop here come Anne Frank in bed with Hitler cartoon, U R d00med

February 6, 2006

Diese Betonköpfe von der “Arab-European League” sind ja so putzig mit ihren “taboo breaking cartoons”. Anne Frank im Bett mit Hitler, na und, wen soll das provozieren? Bisschen Holocaust-Leugnung am Rande, dann meldet sich halt die Justiz. Die Botschaft der VAE wird sicher niemand demolieren, und auch kein Mullah wird umgebracht, denn so viele fanatische Halbaffen wei bei den Protesten in der muslimischen Welt wird man in Europa zu dem Anlass nicht zusammenkriegen. Worauf hoffen die lieben Islamisten? Da hat wohl jemand zu wenig Cowboys und Indianer gespielt. Mehr Action ist nicht.

Interview mit Praschl

February 4, 2006

Ein Interview mit dem höchst sympathischen Peter Praschl, sozusagen dem “Großvater der deutschen Blog-Szene”, bis 2001 “Großvater der deutschen E-Zine-Szene”. Vor 2000 war Peter Praschl mit Sicherheit Großvater von anderen wichtigen Dingen, davon bin ich jedenfalls überzeugt.

Bei WeightWatchers WebWatching gibt es weitere Interviews mit weitaus weniger sympathischen sprechenden Köpfen, z.B. Norbert Bolz und Peter Machill. Wenn’s sein muss. Aber ich hab dich gewarnt.


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